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Radtouren im Ruhrgebiet stehen hoch im Kurs. Hier eine Partie am Dortmund-Ems-Kanal. Eine Top-Angelegenheit ist auch der Ruhrtalradweg. Eine im Oktober 2011 vorgelegte Studie ergab, dass dort 89 Prozent der Radfahrer Richtung Westen unterwegs sind und damit von Winterberg nach Duisburg radeln. Am häufigsten wird in Arnsberg übernachtet, gefolgt von Essen und Hattingen. Mehr Wissenswertes,auch zu anderen Themen, hier im Newsbereich.

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RuhrtalRadweg ist wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region

Eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e.V. (dwif), die im Rahmen der RuhrtalRadwegKonferenz in Iserlohn veröffentlicht wurde, bescheinigt dem RuhrtalRadweg einen jährlichen Bruttoumsatz von 26,9 Mio. Euro und eine große Beliebtheit: 97,1 Prozent aller RuhrtalRadweg-Urlauber würden den Flussradweg weiterempfehlen.

„Mit dieser Studie haben wir endlich eine belastbare Zahlengrundlage, die wir für die Weiterentwicklung des RuhrtalRadweges benötigen“, freut sich Thomas Weber, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus e.V. am Rande der RuhrtalRadwegKonferenz in Iserlohn. Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Planung und Tourismus kamen zu dieser Konferenz zusammen, um die Bilanz der letzten fünf Jahre zu ziehen und einen Ausblick auf die nächsten Jahre zu werfen. „Alle sind begeistert dabei und die Studie gibt uns recht“, so Weber weiter.

Die Studie besagt, dass der durchschnittliche RuhrtalRadweg-Urlauber 47,5 Jahre alt und zu 62,2% männlich ist, er den Weg zu 75,9% zum ersten Mal fährt und sich die Reise zu 96% selber organisiert hat. Außerdem verfügt er über ein mittleres bis höheres Einkommen. 49,7% der Übernachtungsgäste reisen umweltfreundlich mit der Bahn an. Dabei fahren 89,0% Richtung Westen von Winterberg nach Duisburg. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 3,2 Übernachtungen.

Am häufigsten wird in Arnsberg übernachtet (36,9%), gefolgt von Essen (34,9%) und Hattingen (22,8%). Zu den Top-Sehenswürdigkeiten gehören der Baldeneysee mit der Villa Hügel in Essen (44,1%), die historische Altstadt Arnsberg (37,4%), die Ruhrquelle (32,6%), die Altstadt in Hattingen (27,9%) und der Kemnader See (24,0%).

Insgesamt sind 94,1% der Radler zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Verbesserungsmöglichkeiten sehen viele Urlauber in der Beschilderung, der Wegbeschaffenheit, den Rastmöglichkeiten, den Öffnungszeiten sowie bei der Beherbergung und Gastronomie. Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, betont: „Wir arbeiten ständig an der Verbesserung der Qualität des RuhrtalRadweges. Natürlich gibt es noch einiges zu optimieren, aber eine Zufriedenheit von 94,1% zeigt uns klar, dass wir auf einem hervorragenden Weg sind.“

Auch bei den Betrieben entlang der Ruhr sieht die Begeisterung vergleichbar aus: Für 70% aller Betriebe spielt der RuhrtalRadweg eine wichtige oder sogar sehr wichtige Rolle bei ihren Marketingbemühungen. Die Betriebe profitieren von mehr Gästen, die gerne auch mal in Zeiten kommen, wo sonst die Betten leer stehen würden. 77% aller Hotelbetriebe konnten seit der Eröffnung des RuhrtalRadweges eine Steigerung verzeichnen.

150.000 Übernachtungen pro Jahr sorgen zusammen mit 1,1 Mio. Tagesausflüglern für ordentlich Umsatz: Übernachtungsgäste geben im Schnitt 75,60 Euro, Tagesausflügler immerhin noch 14,20 Euro pro Kopf und Tag aus. Dies führt zu einem Bruttoumsatz von insgesamt 26,9 Mio. Euro, über die sich am meisten das Gastgewerbe freut, aber auch der Einzelhandel und Dienstleistungen profitieren vom RuhrtalRadweg. Die Einkommenseffekte können mit 13,0 Mio. Euro beziffert werden.

Insgesamt wurden am RuhrtalRadweg an 21 Befragungstagen an 8 Standorten 982 Langinterviews und 5.364 Kurzbefragungen durchgeführt, dazu wurden 61 Betriebe entlang der Strecke befragt. Das dwif gehört zu den angesehensten wissenschaftlichen Instituten in der Tourismusforschung in Deutschland und veröffentlicht unter anderem den Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus oder das Sparkassen Tourismusbarometer.

Stand: Oktober 2011 - Mitgeteilt von: Ruhr Tourismus

 

 

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